»Maschine zur Brutalisierung der Welt«?

Herausgegeben von Axel Weipert, Salvador Oberhaus, Detlef Nakath und Bernd Hüttner, Münster 2017

Der Erste Weltkrieg kann nur mit einem internationalen Fokus und einer breiten Perspektive angemessen beschrieben werden. Auf dieser Basis widmet sich der Sammelband drei in der Forschung und öffentlichen Debatte oft vernachlässigten Themenfeldern.

Gefragt wird zum einen nach den Bezügen zwischen dem Krieg und der politischen Linken. Wie wirkte sich der Konflikt auf Arbeiterbewegung und linke Intellektuelle aus, wie deuteten sie ihn? Und wie reagierten sie auf diese Umwälzung? Der Erste Weltkrieg kann außerdem als ein wichtiger Impulsgeber radikalnationalistischer und militaristischer Weltbilder verstanden werden. Eric Hobsbawm nannte ihn deshalb eine „Maschine zur Brutalisierung der Welt“. Welche Rolle spielte der Krieg für die Entwicklung und den Charakter des Nationalsozialismus?

Und schließlich: Wie sind die erinnerungs- und geschichtspolitischen Standpunkte einzuordnen, die auch und gerade hundert Jahre nach dem Beginn des Krieges wieder für breite öffentliche Debatten sorgten?

»Maschine zur Brutalisierung der Welt«? Der Erste Weltkrieg. Deutungen und Haltungen 1914 bis heute, Münster 2017

 

Rezensionen

„Die Wirtschaft vergessen“ von Stefan Bollinger in Junge Welt vom 10. 04. 2017

„Alleinige, halbe oder gar keine Schuld?“ von Peter Nowak in Neues Deutschland vom 21. 07. 2017

„Maschine zur Brutalisierung der Welt?“ von Gerhard Engel in GlobKult Magazin. Politik. Gesellschaft. Kultur. Geschichte vom 23.10.2017

„Der Erste Weltkrieg – Deutungen und Haltungen“ von Kurt Schneider auf der Homepage des Vereins Linke Bildung und Kultur für Sachsen e. V. (letzter Zugriff 30. 10. 2017)

„Erster Weltkrieg: Die Mär von den Schlafwandlern“ von Stefan Bornost in Marx21 (Online-Ausgabe) vom 29. 01. 2018

„Maschine zur Brutalisierung der Welt“ fasst aktuelle geschichtswissenschaftliche Ansätze zur Weltkriegsforschung zusammen. Der weitgehend im Umfeld kritischer Geschichtswissenschaft entstandene Sammelband zeigt zudem, dass diese heute weitaus mehr zu bieten hat als Verratsthese und Abhandlungen zum Imperialismus.“ Besprechung von Jörn Wegner in Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft 1 2018, S. 163-165.

 

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Über Dr. Salvador Oberhaus
Dr. Salvador Oberhaus ist Referent für kommunalpolitische Bildung bei der Rosa Luxemburg Stiftung. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wurde dort im Jahr 2007 zum Thema «‹Zum wilden Aufstande entflammen› Die deutsche Ägyptenpolitik 1914–1918. Ein Beitrag zur Propagandageschichte des Ersten Weltkrieges» promoviert. Arbeitsschwerpunkte: Europäischer Imperialismus, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Arbeiter/innenbewegung, Nahostkonfliktes, Geschichtspolitik und Geschichtsvermittlung in den Medien. Zuletzt erschien von ihm: Über Verantwortlichkeiten nachdenken. Zur deutschen Politik in der Juli-Krise, in: Axel Weipert, Salvador Oberhaus, Detlef Nakath, Bernd Hüttner (Hrsg.): "Maschine zur Brutalisierung der Welt"? Der Erste Weltkrieg – Deutungen und Haltungen 1914 bis heute, Münster 2017, sowie: "The Kaiser´s Spy? " Max von Oppenheim und der "Djihad – Made in Germany". Die deutsche Propagandastrategie für den Orient im Ersten Weltkrieg an der Schnittstelle zwischen Informationskontrolle und Spionage, in: Lisa Medrow, Daniel Münzner, Robert Radu (Hg.): Kampf um Wissen. Spionage, Geheimhaltung und Öffentlichkeit 1870-1940, Paderborn 2015.

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