Also doch „hineingeschlittert“? Anmerkungen zur aktuellen Debatte über die Ursachen des Ersten Weltkrieges und deren geschichtspolitischen Implikationen.

Die Fragen nach den Ursachen und Verantwortlichkeiten für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges werden im Grunde genommen schon seit August 1914 kontrovers diskutiert. Die Antworten fallen je nach Sprechort, politischem Standpunkt und Betroffenheit von den Ereignissen diametral aus – damals wie heute. Gleichwohl hatte sich in den 1930er Jahren die Auffassung des britischen Kriegs-Premier David Lloyd Georgs als Allgemeinplatz etabliert, der gemäß die Staatsmänner der Großmächte in den Krieg „hineingeschlittert“ seien. Laut gängiger Lesart war also niemand so richtig für des Ausbruch des Ersten Weltkrieges verantwortlich. Fritz Fischer und seinen Schülern gelang es, diese These nachhaltig zu erschüttern und eine deutsche Hauptverantwortung für den Krieg nachzuweisen. Seither sind rund fünfzig Jahre vergangen und zahllose Studien zum Ersten Weltkrieg und der Rolle des Deutschen Reiches erschienen. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Michael Epkenhans/Ulrich von Hehl (Hgg.): Otto von Bismarck und die Wirtschaft, Paderborn 2013

Im Zusammenhang mit den Arbeiten an der Neuen Friedrichsruher Ausgabe der Werke Otto von Bismarcks veranstaltete die Otto-von-Bismarck-Stiftung 2010 eine Tagung zur Rolle Bismarcks als Wirtschafts- und Sozialpolitiker. „Otto von Bismarck und die Wirtschaft“ lautet der Titel des Tagungsbandes, den die Herausgeber Michael Epkenhans, Leiter der Abteilung Forschung im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam, und Ulrich Hehl, Professor für Neue und Neueste Geschichte an der Universität Leipzig, jüngst vorgelegt haben. Weiterlesen

erschienen in sehepunkte 14 (2014), Nr. 3 (15.03.2014)