Tagung „Kampf um Wissen – Spionage, Geheimhaltung und Öffentlichkeit zwischen Nationalstaat und Globalisierung (1870-1940)“

Ich mach mal ein wenig Werbung in eigener Sache und möchte auf nachfolgende Veranstaltung an der Uni Rostock aufmerksam machen.

Aus der Ankündigung des Veranstalters:

Tagung
14. & 15.11.2013
Internationales Begegnungszentrum Rostock, Bergstraße 7a, 18057 Rostock

Seit je waren Herrschaftseliten bestrebt, politisch relevantes Wissen über spezifische Themenbereiche zu sammeln und geheim zu halten. Mit der Schaffung staatlicher Geheimdienste im 19. und frühen 20. Jahrhundert avanciert die Spionage als eine spezifische Form der Wissensbeschaffung zu einer ebenso professionellen wie gefürchteten Technik.
Mit dieser Professionalisierung der staatlichen Wissensbeschaffung kontrastiert eine Entwicklung, die sich parallel dazu entfaltet: der Aufstieg der Massenmedien zur „Vierten Gewalt“. Im Akt der Veröffentlichung und Enthüllung werden Medien damit auch zu Gegenspielern der Geheimdienste. Weiterlesen

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Peter Nowak, Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken, Edition Assemblage, Münster 2013.

Ver­folgt man die ein­schlä­gi­gen Debat­ten, so kann man sich oft des Ein­drucks nicht erweh­ren, dass die deut­sche Linke ihren ganz eige­nen Nah­ost­kon­flikt aus­trägt. Überi­den­ti­fi­ka­tion und unre­flek­tierte Soli­da­ri­tät ent­we­der mit Israel oder mit Paläs­tina tra­gen beson­ders in den letz­ten zwölf Jah­ren zu einer in Tei­len hoch­e­mo­tio­na­len Debat­ten­kul­tur bei, die eine sach­li­che Erör­te­rung und dif­fe­ren­zierte Zugänge zur Pro­ble­ma­tik erschwe­ren, wenn nicht unmög­lich machen. Alter­na­tive linke Per­spek­ti­ven auf den Kon­flikt zwi­schen Israel und Paläs­tina, die die berech­tig­ten Inter­es­sen aller in der Region leben­der Men­schen im Auge haben und daher etwa eine ana­ly­ti­sche Gleich­ran­gig­keit von Kolo­nia­lis­mus­kri­tik, Anti­se­mi­tis­mus­kri­tik und Ideo­lo­gie­kri­tik ein­for­dern sowie die Anwen­dung glei­cher uni­ver­sa­lis­ti­scher Stan­dards an die Beur­tei­lung der Kon­flikt­par­teien, gel­ten in hoch­dog­ma­ti­schen Milieus als nicht diskursfähig. Mehr von diesem Beitrag lesen