Zur Frühgeschichte des Palästina-Konflikts bis zur Gründung des Staates Israel

Salvador Oberhaus

Zur Frühgeschichte des Palästina-Konflikts bis zur Gründung des Staates Israel

Ein ereignishistorischer Problemaufriss[1]

Der Beitrag ist erschienen als Standpunkte International Nr. 17, Rosa Luxemburg Stiftung, Berlin 2011. Eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage ist in Planung.

Wer das Existenzrecht Israels bestreitet oder die Forderung der Palästinenser nach einem unabhängigen palästinensischen Staat infrage stellt, der hat aus der Geschichte nichts gelernt und verkennt die Komplexität und Emotionalität der Problemlage, die uns als Nahostkonflikt begegnet. Im Mittelpunkt dieses Konfliktes steht, zugespitzt formuliert, die Frage: »Wem gehört Palästina?« Es geht auf der einen Seite um Fragen der Gleichberechtigung, der Selbstbestimmung und des Rückkehrrechts von Flüchtlingen und natürlich nicht zuletzt um die offene Frage der palästinensischen Staatlichkeit. Kurz: Es geht um das Problem der Emanzipation von einem so empfundenen Kolonialregime. Aus israelischer Perspektive geht es, wenn man der Raison d’être folgt, um nichts Geringeres als den Schutz der Existenz des jüdischen Volkes in einer so wahrgenommenen »Welt voller Feinde«. Wem also gehört Palästina? Man möchte sich wünschen, den Menschen, die dort leben. Aber wie so häufig liegen Wunsch und Realität weit auseinander. Download

Die Geschichte Palästinas ist seit über 100 Jahren von einem immer wieder eskalierenden Konflikt zwischen der arabischen und der jüdischen Bevölkerung geprägt. In der öffentlichen Wahrnehmung beginnt der Nahostkonflikt mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948. Die Ursprünge des gegenwärtigen Konflikts, der wie kaum ein anderer seit Jahrzehnten die internationale Politik beschäftigt, liegen aber weiter in der Geschichte zurück und datieren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Konflikte von damals sind im Kern die Konflikte von heute. Für ein umfassendes Verständnis des palästinensisch-israelischen Verhältnisses sind Kenntnisse über die Frühgeschichte des Nahostkonfliktes unerlässlich.

Ich werde im Folgenden einen historischen Überblick über die Ursachen und den Verlauf des palästinensisch-zionistischen Konflikts vor der Staatsgründung bieten, der sich 1948 zu einem arabisch-israelischen Konflikt ausweitete. Hierbei soll deutlich werden, dass die Ursachen dieses Konflikts im besonderen Maße im europäischen Imperialismus sowie im politischen Zionismus, der von ihm hervorgebracht wurde, begründet liegen.[2] Ein kolonialismushistorischer Zugang zum Thema drängt sich auf, entsprechen doch Intentionen, Strategien und Auswirkungen der modernen zionistischen Einwanderung nach Palästina den Kriterien, die in der Geschichtswissenschaft für Siedlungs-, Grenz- und Herrschaftskolonialismus definiert wurden.[3]

Palästina – Ein Raum für viele Völker und Kulturen

Palästina hat in seiner bewegten Geschichte viele Völker, Kulturen und Herrschaften Kommen und Gehen gesehen. Israeliten, Juden, Ägypter, Assyrer, Perser, Römer, Byzantiner, Muslime, die christlichen Kreuzfahrer, Osmanen und Briten, um nur einige Beispiele zu nennen, prägten in den letzten viertausend Jahren in unterschiedlicher Weise und Intensität die Geschichte des Landes. Um das Jahr 1000 vor unserer Zeitrechnung lebten in dem Gebiet des heutigen Palästinas – dem damaligen Kanaan – Kanaanäer, Hebräer und Philister sowie in kleinerer Zahl Araber.[4] Die israelitischen Stämme schlossen sich unter den Königen Saul und David zusammen und eroberten im Jahre 997 vor unserer Zeitrechnung das kanaanitische Jerusalem. Das entstandene israelitische Reich zerfiel nach dem Tode König Salomons im Jahre 926 v. u. Z. An seine Stelle trat das Reich Judäa. Das Reich expandierte und mit ihm die jüdische Religion. Im Jahre 63 v. u. Z. eroberten die Römer Jerusalem und integrieren Judäa in das Römische Imperium.

Ein Zeitsprung: Im Zuge der arabischen Expansion wurde Palästina Mitte des siebten Jahrhunderts islamisiert. Abgesehen von einer kurzen Episode (1099–1187 und 1229–1244) christlicher Herrschaft über Jerusalem infolge der Kreuzzüge des Hochmittelalters gehört Palästina seitdem zum arabisch-muslimischen Kulturkreis. Der arabischen folgte die osmanische Herrschaft über Palästina. Das Osmanische Reich eroberte im Jahre 1517 Ägypten und weite Teile des arabischen Raums. Palästina gehörte von nun an als syrischer Verwaltungsbezirk bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 zum Osmanischen Reich.[5] Als Anfang der 1880er Jahre (1882–1903) die erste neuzeitliche jüdische Einwanderungswelle (hebräisch: Alija) begann, war Palästina ein arabisches Land mit kleiner jüdischer Minderheit.[6]

Das Erwachen des arabischen Nationalismus

Die arabischen Emanzipationsbestrebungen richteten sich seit dem ausklingenden 19. Jahrhundert sowohl gegen den osmanischen Sultan, bzw. die spätere jungtürkische Regierung, als auch gegen die geopolitischen und wirtschaftlichen Ambitionen der europäischen Mächte. Das von Sultan Abdülhamid II. autoritär regierte und wiederholt in seiner Existenz bedrohte Osmanische Reich (Verwaltungskrise, Staatsbankrott, regionaler Separatismus und europäischer Imperialismus) galt Ende des 19. Jahrhunderts in der internationalen Diplomatie als »kranker Mann am Bosporus« und war auf den Status einer Halbkolonie der europäischen Großmächte (England, Frankreich, Deutsches Reich, Russland und Österreich) gesunken, die den Vielvölkerstaat in Interessensphären aufgeteilt hatten.[7] Der zunehmend als Fremdherrschaft wahrgenommene europäische Einfluss und die despotische hamidische Herrschaftspraxis begünstigten den Aufstieg des arabischen Nationalismus, oder treffender formuliert: der arabischen Nationalismen, die sich in den verschieden Provinzen des Osmanischen Reiches herausbildeten.[8]

Der Nationalismus auf der arabischen Halbinsel entstand zunächst als Reaktion auf den im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an Autorität zunehmenden Durchgriff des osmanischen Sultans auf die arabischen Reichsprovinzen als Kompensation für  den Verlust großer Teile seiner südosteuropäischen Provinzen. Nach 1908 verstand sich der arabische Nationalismus nicht zuletzt als Gegenbewegung zum aggressiven und rassistischen türkischen Nationalismus.[9] In jenem Jahr ereignete sich die »Jungtürkische Revolution«. Als demokratische Bewegung brachen die Jungtürken zwar mit dem hamidischen Absolutismus, aber als radikale nationalistische Bewegung forcierten die Jungtürken die Entrechtung der nicht-türkischen Bevölkerung. Die Türkifizierungspolitik des neuen Regimes unterdrückte die nach politischer Autonomie strebende arabische Bevölkerung in Syrien und Palästina.[10]

Es ist an dieser Stelle wichtig darauf hinzuweisen, dass die Nationalismen auf der arabischen Halbinsel oftmals zunächst keine von breiten Bevölkerungsschichten getragenen und auf Demokratie zielenden Bewegungen  waren. Vielmehr diente der theoretisch noch wenig fundierte Nationalismus als Legitimationsideologie zur Rechtfertigung und Durchsetzung partikularer Machtpolitik der hegemonialen Beduinenstämme der Haschimiten, der Sauds und anderer Clans, die um ihre vom osmanischen Sultan über Jahrhunderte gewährte innere Autonomie fürchteten.

Anders als man es vielleicht vermuten könnte, war die erste Alija für die Entstehung des palästinensischen Nationalismus vor 1920 nahezu ohne Bedeutung.[11] Die Mehrheit der arabischen Bevölkerung lehnte die jüdische Einwanderung nicht prinzipiell ab.[12] Die Art und Weise wie sich diese Einwanderung im weiteren Verlauf vollzog, forderte hingegen den Protest der Araber heraus.

 

Der Zionismus

Als Reaktion auf den anhaltenden Antisemitismus in Europa und auf das Scheitern der Assimilations- und Emanzipationsbestrebungen der säkularen Juden entwickelte sich seit den 1860er Jahren der jüdische Nationalismus – der Zionismus.[13] Viele Juden sahen in der permanenten Minderheitensituation ihres Volkes in ihren jeweiligen Heimatländern ihre wirtschaftliche, kulturelle und auch religiöse Existenz auf die Dauer gefährdet, wenn es nicht gelänge, einen exklusiven jüdischen Staat zu errichten, der ihnen endlich ein selbstbestimmtes Leben in Frieden und Sicherheit ermöglicht. Nach Auffassung der Zionisten kam hierfür nur Palästina – das »Heilige Land« – infrage. In ihren Schriften Drischat Zion (1861), Rom und Jerusalem, die letzte Nationalitätenfrage (1862) und Autoemanzipation (1882) entwickelten Hirsch Kalischer, Moses Hess und Leon Pinsker die ideologischen Grundlagen der jüdischen Nationalbewegung.[14] Der Wiener Journalist und Jurist Theodor Herzl entwickelte den Zionismus weiter und entwarf 1896 in seinem Buch Der Judenstaat – Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage[15] ein Programm zum systematischen Aufbau eines jüdischen Staates in Palästina.

Das von Herzl in den folgenden Jahren maßgeblich geprägte zionistische Programm orientierte sich hinsichtlich der Staatsgründung an den Techniken kolonialer Herrschaft und imperialistischer Durchdringung, wie die zweite und dritte Einwanderungswelle (1904–1914 und 1919–1923) nach Palästina verdeutlichen. Die Rechte und Interessen der Palästinenser galten den meisten Zionisten nicht als schützenswertes Gut. Die Mehrzahl der zionistischen Politiker und Siedler trat als Eroberer gegenüber der arabischen Bevölkerung auf und unterdrückte systematisch deren Rechte und Interessen. Viele Araber verloren im Zuge der so empfundenen »zionistischen Landnahme« ihre Lebens- und Existenzgrundlage.[16]  Hierauf wird noch einmal zurückzukommen sein.

Überdies hatten anti-arabische Ressentiments im Zeitalter des Kolonialismus und Imperialismus Tradition. In Europa galten die Araber, bei aller romantisierenden Begeisterung und Hinwendung zur arabischen Kultur, die in gebildeten Kreisen verbreitet war, als degeneriert, rückständig und zur Selbstverwaltung unfähig.[17] Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die Nationalismen im arabischen Raum nach dem Ersten Weltkrieg aus den antikolonialistischen Widerstandsbewegungen.

 

Erster Weltkrieg

Der Konflikt zwischen arabischen und jüdischen Nationalismus war bereits im zionistischen Programm angelegt. Die Politik der europäischen Mächte im Ersten Weltkrieg ebnete schließlich den Weg in den blutigen Konflikt als Engländer und Franzosen nationale arabische und zionistische Interessen in der Hoffnung, einen kriegsentscheidenden Vorteil zu erzielen, gegeneinander ausspielten.[18] Auslöser dieser Entwicklung war allerdings das kaiserliche Deutschland. Das Deutsche Reich hatte den Ersten Weltkrieg im August 1914 mit ausgelöst, musste sich aber schon wenige Wochen später eingestehen, dass das eigene Kriegskalkül nicht aufgegangen war. Das Deutsche Reich musste einen Zwei-Fronten-Krieg führen, auf den es militärisch nicht vorbereitet war. Von der Eröffnung einer dritten Front im Orient versprachen sich die Deutschen einen Ausweg aus diesem Dilemma.

Im Bündnis mit der Türkei wollte Deutschland die Muslime in der arabischen Welt zum »Heiligen Krieg« gegen England aufwiegeln – der am meisten in der Region engagierten imperialistischen Macht. Ägypten und Indien standen im Zentrum der deutschen Revolutionierungspläne. Die Deutschen hofften auf eine große Aufstandsbewegung im Herzen des britischen Weltreichs, die zu dessen Zusammenbruch führen sollte. Mit Propaganda, Geld, und Versprechungen suchten die Deutschen besonders im syrisch-ägyptischen Grenzgebiet, somit auch in Palästina, nach Kollaborateuren. Zwar scheiterten die deutschen Pläne nach wenigen Monaten, ohne nennenswerte Erfolge erzielt zu haben, aber die Engländer waren gewarnt und warben jetzt ihrerseits um die Unterstützung der Araber und der Zionisten.[19]

Den türkisch-arabischen Antagonismus aufgreifend nahmen die Engländer 1915 Verhandlungen mit dem Scharif Hussein von Mekka auf. Im Ergebnis der »Hussein-McMahon-Korrespondenz«[20] versprach die englische Regierung dem einflussreichen Scharif aus der Familie der Haschimiten die Anerkennung des von ihm geforderten arabischen Königreiches für den Fall, dass dieser auf der Seite der Entente in den Krieg gegen die Türken und Deutschen eintritt.[21] In seinem Brief vom Oktober 1915 versichert McMahon dem Scharifen seine Solidarität: »Großbritannien ist bereit, die Unabhängigkeit der Araber (…) anzuerkennen und zu unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Erklärung Sie zweifellos von der Sympathie überzeugt, die Großbritannien ihren arabischen Freunden entgegenbringt.«[22]

Der unabhängige arabische Staat sollte das geographische Syrien mit Palästina und Mesopotamien umfassen. Es sollte der Staatsform nach eine Monarchie und kein demokratischer Nationalstaat sein und Husseins Herrschaftsgebiet erheblich ausweiten.[23] Hussein willigte 1916 in den englischen Vorschlag ein. Sein Sohn Faisal proklamierte die arabische Unabhängigkeit und löste im Juni den arabischen Aufstand aus. Man kann sagen, die Engländer schlugen die Deutschen und Türken mit ihren eigenen Waffen. Der arabische Aufstand trug einen wenn auch nur geringen Teil dazu bei, dass die Mittelmächte an der Orient-Front weiter in die Defensive gerieten und den Krieg schließlich verloren.

Noch vor dem Beginn des Aufstandes hatten Engländer und Franzosen am 16. Mai 1916 im Sykes-Picot-Abkommen ihre Interessenssphären in der Region abgesteckt. Beiden Seiten war an einer langfristigen Sicherung ihres Einflusses und Zugriffs auf die strategisch wichtige und rohstoffreiche Region gelegen. Das Abkommen, das nach dem Ersten Weltkrieg eine Grundlage für die geographische Neuordnung des Nahen Osten bildete, stand im Widerspruch zu den Zusagen der Engländer an die Araber. Allerdings wussten die Haschimiten spätestens seit Mai 1917 vom Inhalt des Abkommens und konnten sich hiermit offensichtlich arrangieren.[24] Großbritannien beanspruchte Südmesopotamien. Den Franzosen wurde die Kontrolle über Syrien zugesagt. Allerdings sollte Palästina einer internationalen Verwaltung unterstellt werden.[25]

Auf der Suche nach weiterer Unterstützung für ihre Orientpolitik ging die britische
Regierung auf die Zionisten zu. Am 2. November 1917 erklärte der britische Außenminister Arthur J. Balfour (Balfour-Deklaration) gegenüber dem britischen Zionistenführer Lord Rothschild: »Die Regierung seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Ziels zu erleichtern (…).«[26] Es bedarf keiner weiteren Erläuterung, dass dieses Versprechen ebenfalls in Widerspruch zu den Zusagen gegenüber Hussein stand.

Die aufkommenden Zweifel an der Aufrichtigkeit der englischen Versprechungen zerstreute die britische Regierung in mehreren Erklärungen an die Araber im ersten Halbjahr 1918.

 

Die unmittelbare Nachkriegszeit

Allerdings sollten sich die Hoffnungen der haschimitischen Araber auf einen unabhängigen Staat nicht erfüllen. Vielmehr sah man sich nach dem Ende des Ersten Weltkrieges einer neuen Fremdherrschaft ausgesetzt. Dem türkischen Sultan folgten das britische Mandatsregime und der an Einfluss gewinnende Zionismus. Dabei schien eine Annäherung haschimitischer und zionistischer Interessen in Palästina Anfang 1919 noch möglich. Faisal und Chaim Weizmann, der Leiter der zionistischen Delegation bei der Friedenskonferenz in Versailles, schlossen am 3. Januar in Paris eine Übereinkunft (Faisal-Weizmann-Übereinkunft). Man vereinbarte eine möglichst enge Kooperation bei der Entwicklung der arabischen und jüdischen Staatlichkeit. Für die Umsetzung der Übereinkunft war jedoch die Erlangung der arabischen Unabhängigkeit Grundvoraussetzung. Dazu kam es aber nicht.[27] Es darf zudem bezweifelt werden, ob ein haschimitisches Königreich über weite Teile Arabiens von den anderen einflussreichen beduinischen Familiendynastien anerkannt worden wäre. Hussein und Faisal beanspruchten für sich, alle Araber zu repräsentieren. Dies entsprach allerdings in keiner Weise der politischen, kulturellen und sozialen Realität.

Die Siegermächte waren sich zu diesem Zeitpunkt keinesfalls einig, wie die Neuordnung der nahöstlichen Landkarte konkret aussehen sollte. Frankreich beanspruchte entgegen der Vereinbarungen des Sykes-Picot-Abkommens jetzt auch Palästina. Die amerikanische King-Crane-Kommission, die im Sommer 1919 Syrien besuchte, empfahl der Friedenskonferenz dringend und entgegen der englisch-französischen Vereinbarungen, die syrische Einheit unter Einschluss Palästinas zu wahren und das zionistische Programm einer uneingeschränkten Einwanderung nach Palästina zu überdenken. Die Kommission sah in den von England unterstützten zionistischen Plänen eine Gefahr für den Frieden in der Region. Der Bericht der Kommission stieß in London und Paris ebenso auf Ablehnung wie die Forderungen Faisals nach Anerkennung der arabischen Souveränität.[28] Mit einer Unterstützung durch Großbritannien war nicht mehr zu rechnen.

Daraufhin erklärte ein Allgemeiner Syrischer Kongress die Unabhängigkeit Syriens einschließlich des Libanons und Palästinas. Faisal wurde am 7. März 1920 zum König des Vereinigten Königreichs von Syrien gewählt. Die syrische Unabhängigkeit war aber nur von kurzer Dauer. Wenige Wochen nach der Proklamation einigten sich auf der Konferenz von San Remo (19.–26. April 1920) die Alliierten schließlich über die Neuordnung des Nahen Ostens. Frankreich erhielt das Mandat für Syrien und vertrieb Faisal aus dem Land. Damit war die Verwirklichung eines unabhängigen arabischen Reiches in weite Ferne gerückt. England erhielt das Mandat des neu geschaffenen Völkerbundes über Palästina. Damit ging England nun auch völkerrechtlich bindend die Verpflichtung ein, die Balfour-Deklaration umzusetzen. Die Selbstorganisation des arabischen Widerstandes gegen England und die zionistische Einwanderung sowie die Entstehung einer palästinensischen Nationalbewegung waren Folgen dieser Ereignisse.[29]

Der Konflikt eskaliert

Die anhaltende jüdische Einwanderung und der zionistische Staatsbildungsprozess – in den Augen der Palästinenser (und in den Augen der Beauftragten internationaler Beobachter-Kommissionen, die das Land regelmäßig bereisten) machten sich die Zionisten daran, einen »Staat im Staate« zu schaffen – wirkten immer bedrohlicher auf die arabische Bevölkerung Palästinas.

Mit dem Aufbau des Yishuv, des zionistischen Gemeinwesens, das heißt mit der systematischen Errichtung  weitreichender  Selbstverwaltungsstrukturen auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene war bereits in der Zeit zwischen 1904 und 1914 begonnen worden. Nach einer Phase der Konsolidierung während des Ersten Weltkrieges wurde der Status Quo durch den Mandatstext des Völkerbundes sanktioniert und der weitere Auf- und Ausbau einer (vor-)staatlichen Infrastruktur begünstigt.[30]

Die Jüdische Agentur – die zentrale Planungs- und Koordinierungsstelle des Staatsaufbaus – , das offiziell anerkannte zionistische Beratungsgremium für die britische Mandatsverwaltung, wusste ihren Einfluss beträchtlich zu steigern und entwickelte sich zu einer Art Nebenregierung. Die Histadrut, die zionistische Gewerkschaftsbewegung, betrieb eine Politik der Nationalisierung der Arbeit und errichtete einen exklusiven jüdischen Arbeitsmarkt, der die arabischen Arbeitskräfte bewusst aus den jüdischen Siedlungsgebieten verdrängte. Es entstand ein exklusives jüdisches Wirtschaftssystem und Gesellschaftsmodell.  Die geschaffene politische, wirtschaftliche, militärische (Hagana u. a.) und kulturelle Infrastruktur sowie das Bildungssystem diente  ausschließlich den jüdischen Siedlern. Die arabischen Palästinenser wurden vom jüdischen Gemeinwesen ebenso kategorisch ausgeschlossen wie von einer auch nur ansatzweise gleichberechtigten politischen Repräsentation im Mandatsgebiet.

An dieser Diskriminierung der arabischen Bevölkerung beteiligten sich ausgerechnet diejenigen, die sich an die Spitze der palästinensischen Nationalbewegung stellten: die Notabeln, die vorherrschenden palästinensischen Familienclans der Husseinis und Naschaschibis, die ihren Großgrundbesitz an die jüdischen Käufer veräußerten und darüber hinaus Interessenpolitik in eigener Sache betrieben und somit eine wesentliche Verantwortung für den Zusammenbruch der palästinensischen Gesellschaft tragen. Das erworbene Land wurde nationalisiert und ausschließlich für zionistische Interessen eingesetzt (Siedlungsbau, Landwirtschaft, Urbanisierung, Industrialisierung, strategische Interessen). Auf diese Weise wurde ein erheblicher Teil des späteren israelischen Staatsterritoriums zusammengetragen.

Die politischen organisierten Araber, bzw. Palästinenser, artikulierten ihren Protest gegen die britische und zionistische Politik nicht immer friedlich und konsensorientiert auf diplomatischer Ebene. Sie beriefen sich auf das vom amerikanischen Präsidenten Wilson postulierte Prinzip des »Selbstbestimmungsrecht der Völker«. Allerdings eskalierte der Konflikt verschiedentlich; es kam zu blutigen Auseinandersetzungen und militanten Unruhen. Anfang April 1920 kam es während des muslimischen Pilgerfestes Nabi Musa in Jerusalem zu schweren Ausschreitungen gegen jüdische Einwohner. Der Konflikt um Palästina forderte auf beiden Seiten die ersten Todesopfer. Weit über 200 Personen wurden verletzt. Im Frühjahr 1921 eskalierte die Gewalt erneut in dramatischer Weise. In der ersten Mai-Woche griffen Araber Juden und jüdische Einrichtungen in verschiedenen Orten Palästinas an. Die Gewalt der Araber zog Gewalt der Juden nach sich. Es kam zu Straßenschlachten und bewaffneten Kämpfen, die insgesamt über einhundert Todesopfer und mehr als 200 Verletzte zur Folge hatten. Der anti-zionistische Protest und das Ausmaß der Gewalt hatten eine neue Qualität angenommen. Erstmals seit Beginn der ersten Alija wurden jüdische Siedlungen gezielt von der arabischen Bevölkerung angegriffen. Die Ereignisse sind ein Ausdruck dafür, wie stark die Gesellschaft Palästinas bereits Anfang der 1920er Jahre segmentiert und gespalten war.[31] Der arabische, bzw. palästinensische Nationalismus und der jüdische Nationalismus stehen sich seitdem scheinbar unversöhnlich gegenüber.

England hatte sich und den Nahen Osten mit seiner widersprüchlichen Politik gegenüber Arabern und Zionisten in eine unmögliche Lage gebracht. Die Mandatsmacht erwies sich zudem als unfähig aber auch unwillig, einen Ausgleich zwischen Arabern und Juden herbeizuführen, der wenigstens eine friedliche Koexistenz beider Völker hätte ermöglichen können. Die Briten standen dieser selbstverschuldeten Situation bis zum Ende der Mandatszeit 1948 hilflos gegenüber. Es fehlte an ausgewogenen politischen Konzepten, die sowohl die jüdischen als auch die arabischen und – nicht zu vergessen – die britischen Interessen angemessen berücksichtigten.

Auf der Konferenz von Kairo im März 1921 zeigten sich die Engländer unter dem Eindruck des sich verschärfenden Konflikts noch einmal bemüht, den Forderungen der Araber entgegenzukommen. Die Balfour-Deklaration sollte nur für das Gebiet westlich des Jordans gelten. Das Gebiet östlich des Jordans wurde Faisals Bruder Emir Abdallah übertragen und im März 1923 als selbstständiges Emirat Transjordanien der britischen Mandatsverwaltung unterstellt. Die östlich des Jordans lebenden palästinensischen Araber empfanden die zionistische Einwanderung weiterhin als virulent.

Die Palästinenser, die den Verlust ihrer Heimat befürchteten, befanden sich in einer desperaten Situation. Der Protest der sich gedemütigt, unterdrückt und entrechtet fühlenden Bevölkerung entlud sich wiederholt in Gewaltausbrüchen. So kam es unter anderem im September 1928 und im August des darauf folgenden Jahres zu schweren Zusammenstößen und Massakern in Jerusalem und Hebron.[32]

Der arabische Aufstand

Bis Mitte der 1930er Jahre machten der rücksichtslos betriebene zionistische Staatsbildungsprozess und der damit verbundene Umbau der Gesellschaftsordnung große Fortschritte. Was fehlte, war die Proklamation des jüdischen Staates, der faktisch geschaffen war – unter Ausschluss der Vertreter der arabischen Bevölkerungsmehrheit. In Folge dieses Prozesses stürzte die arabische Gesellschaft in eine tiefe ökonomische und soziale Krise.[33] Palästina glich inzwischen einem Pulverfass. Das Verhältnis der Araber zu den englischen Kolonialherren und den jüdischen Einwanderern war zum Zerreißen gespannt. Das angestaute Konfliktpotential entlud sich im April 1936 auf arabischer Seite in einem Aufstand, der mit Unterbrechungen fast drei Jahre dauerte.[34]

Der Aufstand begann als Streik- und Boykottbewegung und ging im Sommer 1936 in bewaffnete Kämpfe über. Vermittlungsbemühungen aus dem arabischen Ausland führten zu einer Beruhigung der Situation. Die von den Engländern zur Untersuchung der Vorfälle berufene Peel-Kommission kam 1937 zu dem Ergebnis, dass eine dauerhafte Befriedung Palästinas nur möglich sei, wenn das Land in einen arabischen und einen jüdischen Staat geteilt würde. Der Teilungsplan löste unter den Arabern eine neue Welle der Gewalt und nationaler Empörung gegen Briten und Juden aus. Die britische Kolonialmacht entsandte 25.000 Soldaten ins Unruhegebiet, welche die Rebellion der Palästinenser Anfang 1939 endgültig niederschlugen.[35]

Die Shoah und die Gründung Israels

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte die Mandatsmacht zwar wieder »Ruhe und Ordnung« hergestellt, aber nach wie vor keine tragfähigen Vorschläge für eine friedliche Lösung der Palästina-Frage gemacht. Die industriell organisierte Massenvernichtung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten, die Erfahrung der Shoah, verlieh dem Palästina-Konflikt eine neue Qualität und Dramatik, die durch die britische Weißbuch-Politik der Begrenzung der jüdischen Einwanderung ab 1939 zwischenzeitlich verstärkt wurde.

Auf Grundlage des im Mai 1942 verabschiedeten Biltmore-Programms (Schaffung eines jüdischen Staates, Jewish Commonwealth), das eine uneingeschränkte Einwanderung der verfolgten Juden ermöglichte, flohen über 80.000 Juden während des Krieges nach Palästina und viele Tausende sollten ihnen nach Kriegsende folgen. Die einzige Möglichkeit, dem auf barbarische Weise verfolgten jüdischen Volk dauerhaft Freiheit und Sicherheit zu gewähren und das erlittene Unrecht wieder gutzumachen, schien in der Gründung eines souveränen jüdischen Staates zu liegen, die von den Vereinten Nationen vorbereitet wurde. Die Gründung Israels war somit ohne Alternative. Allerdings erwies es sich als verheerender Fehler, dass sowohl die Palästinenser als auch die benachbarten arabischen Staaten weiterhin diplomatisch isoliert blieben und nicht in den politischen Entscheidungsprozess einbezogen wurden. Der Konflikt um Palästina verschärfte sich mithin erneut. Die Palästinenser fühlten sich ihres Landes beraubt und verstärkten ihren militanten Widerstand gegen das Unvermeidliche.

Die Jahre zwischen Ende des Zweiten Weltkrieges und der Proklamation des Staates Israel waren geprägt von Gewalt- und Terrorakten zwischen den zionistischen und arabischen Untergrunds- und Widerstandsorganisationen. Im November 1947 beschloss die UNO in der Resolution 181 die Teilung des britischen Mandatsgebiets, in dessen Folge eine erste große Fluchtbewegung der um ihre Existenz fürchtenden Palästinenser ins benachbarte Ausland einsetzte. Die Resolution wurde von den Arabern abgelehnt. Derweil machte sich das zionistische (Para-) Militär daran, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Grenzziehung der Resolution in ihrem Sinne zu modifizieren. Hierfür steht der „Plan D“ der Hagana. Mit nicht minder terroristischen Mitteln erzwang die Armee, die bald den Kern des israelischen Militärs bilden sollte, Flucht und Vertreibung zehtausender palästinensischer Araber aus ihren Dörfern. Der 9. April 1948, das Massaker von Dair Yasin, bildet heute den Ausgangspunkt für die palästinensische Geschichtsschreibung der verhinderten eigenen Staatlichkeit.

David Ben Gurion proklamierte am 14. Mai 1948 den Staat Israel. Wenige Stunden später begann der erste arabisch-israelische Krieg. Der palästinensisch-zionistische Konflikt weitete sich zu einem arabisch-israelischen Konflikt aus. Den 9. April 1948 und die folgenden Erfahrungen im Krieg erinnern die Palästinenser als Nakba: die Katastrophe.


[1] Der vorliegende Text ist eine überarbeitete Fassung meines gleichnamigen Beitrags in: Marcus Hawel, Moritz Blanke (Hrsg.): Der Nahostkonflikt. Befindlichkeiten der deutschen Linken, Berlin 2010, S. 15 ff.

[2] Dass der europäische Imperialismus und der Zionismus miteinander in Beziehung standen, belegt auch Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel, München 20034, S. 143 ff.

[3] Jürgen Osterhammel: Kolonialismus, Geschichten, Formen. Folgen, München 19972

[4] Vgl. hierzu Margret Johannsen: Der Nahostkonflikt, 2. aktualisierte Aufl., Wiesbaden 2009, S. 12 f.; Abdallah Frangi: PLO und Palästina. Vergangenheit und Zukunft, Frankfurt am Main 1982, S. 13 ff.; Klaus Hornung: Krisenherd Nahost. Geschichte. Fakten. Hintergründe, Weinheim/Basel 1991, S. 19 ff.; Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S 11 ff.

[5] Vgl. hierzu Zeine N. Zeine: Arab-Turkish Relations and the Emergence of Arab Nationalism, Beirut 1958; Zur Geschichte Palästinas in osmanischer Zeit vgl. Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 56 ff.

[6] Im Jahre 1881 lebten 442.000 Araber und ca. 20.000 Juden in Palästina. Mehr als 400.000 Araber gehörten dem muslimischen Glauben an. – Vgl. Margret Johannsen: Der Nahostkonflikt, a. a. O., S. 18 f.

[7] Zur Geschichte des Osmanischen Reiches im Zeitalter des europäischen Imperialismus vgl. Sean McMeekin: The Berlin-Baghdad Express. The Ottoman Empire and Germany´s Bid for World Power 1898-1918, London 2011;  Marian Kent (Hrsg.): The Great Powers and the End of the Ottoman Empire, London 1984; Stanford J. Shawn, Ezel Kural Shawn: History of the Ottoman Empire and modern Turkey, Vol. 2: Reform, Revolution and Republic. The Rise of modern Turkey 1808–1975, Cambridge 1977; Alexander L. Macfie: The End of the Ottoman Empire 1908–1932, London 1998; Nikolaus Brauns: Die deutsch-türkischen Beziehungen vor dem Ersten Weltkrieg 1914, Magisterarbeit am Institut für Neuere Geschichte der Universität München im Wintersemester 1996/1997 (nicht veröffentlicht).

[8] Zu den Unterschieden zwischen ägyptischen, syrischen, tunesischen und libyschen Nationalismus siehe Albert Hourani: Die Geschichte der arabischen Völker, Frankfurt am Main 1992, S. 378 ff.

[9] Zeine N. Zeine: Arab-Turkish Relations, a. a. O., S. 35 ff.

[10] Vgl. hierzu ebd., S. 73 ff.

[11] Zur Geschichte des frühen palästinensischen Nationalismus vgl. Alexander Flores: Die Entwicklung der palästinensischen Nationalbewegung bis 1948, in: Helmut Mejcher (Hrsg.): Die Palästina-Frage 1917-1948, Paderborn 19932, S. 89-122

[12] Zum Anti-Judaismus und Antisemitismus der palästinensischen Araber vgl. Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O, S. 313 ff.

[13] Kritisch hierzu vgl. Shlomo Sand: Die Erfindung des jüdischen Volkes. Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand, Berlin 2010. Eine knappe und fundierte Einführung in die Geschichte des Zionismus bietet Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 122 ff.

[14] Zur Ideengeschichte des Zionismus vgl. Peter Freimark: Zum Selbstverständnis jüdischer Nationalität und Staatlichkeit in Palästina, in: Helmut Mejcher (Hrsg.): Die Palästina-Frage, a. a. O., S. 49-74

[15] 1. Aufl., Leipzig 1896.

[16] Vgl. u. a. Walter Hollstein: Kein Frieden um Israel. Zur Sozialgeschichte des Palästina-Konflikts, Frankfurt am Main 1972, S. 79 ff.

[17] Edward W. Said: Orientalism, New York 1978.

[18] Hierzu und im Folgenden Salvador Oberhaus: »Zum wilden Aufstande entflammen« Die deutsche Propagandastrategie für den Orient im Ersten Weltkrieg am Beispiel Ägypten, Saarbrücken 2007.

[19] Vgl. hierzu Donald M. McKale: War by Revolution: Germany and Great Britain in the Middle East in the era of World War 1, Kent-Ohio 1998; Walid Khalidi: Das Palästinaproblem. Ursachen und Entwicklung 1897–1948, Rastatt 1972, S. 17; Peter Thorau. Lawrence von Arabien. Ein Mann und seine Zeit, München 2010, S. 49 ff.

[20] Henry McMahon war der britische Hochkommissar in Ägypten.

[21] Donald M. McKale: War by Revolution, a. a. O., S. 152 ff.

[22] Aus dem Brief McMahons an Hussein vom 24. Oktober 1915, zitiert nach Margret Johannsen: Der Nahost-Konflikt, a. a. O., S. 17 f.

[23] Peter Thorau: Lawrence von Arabien, a. a. O., S. 106

[24] ebd.

[25] Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 170 ff.

[26] Zitiert nach Margret Johannsen: Der Nahost-Konflikt, a. a. O., S. 16.

[27] Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 190.

[28] Ebd., S. 191 ff.

[29] Siehe hierzu und im Folgenden ebd., S. 224 ff., S. 244.

[30] Walter Hollstein: Kein Frieden um Israel, a. a. O., S. 77 ff.; Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O. S. 223 ff.

[31] Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 190.

[32] Vgl. ebd., S. 264 ff.

[33] Vgl. ebd., S. 283 ff.; Walter Hollstein: Kein Frieden um Israel, a. a. O., S. 135 ff.

[34] Zu Ursachen und Verlauf des Aufstandes siehe Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, a. a. O., S. 308 ff.

[35] Margret Johannsen: Der Nahostkonflikt, a. a. O., S. 19.

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Über Dr. Salvador Oberhaus
Dr. Salvador Oberhaus ist Referent für kommunalpolitische Bildung bei der Rosa Luxemburg Stiftung. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wurde dort im Jahr 2007 zum Thema «‹Zum wilden Aufstande entflammen› Die deutsche Ägyptenpolitik 1914–1918. Ein Beitrag zur Propagandageschichte des Ersten Weltkrieges» promoviert. Arbeitsschwerpunkte: Europäischer Imperialismus, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Arbeiter/innenbewegung, Nahostkonfliktes, Geschichtspolitik und Geschichtsvermittlung in den Medien. Zuletzt erschien von ihm: Über Verantwortlichkeiten nachdenken. Zur deutschen Politik in der Juli-Krise, in: Axel Weipert, Salvador Oberhaus, Detlef Nakath, Bernd Hüttner (Hrsg.): "Maschine zur Brutalisierung der Welt"? Der Erste Weltkrieg – Deutungen und Haltungen 1914 bis heute, Münster 2017, sowie: "The Kaiser´s Spy? " Max von Oppenheim und der "Djihad – Made in Germany". Die deutsche Propagandastrategie für den Orient im Ersten Weltkrieg an der Schnittstelle zwischen Informationskontrolle und Spionage, in: Lisa Medrow, Daniel Münzner, Robert Radu (Hg.): Kampf um Wissen. Spionage, Geheimhaltung und Öffentlichkeit 1870-1940, Paderborn 2015.

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